Wo erfahre ich mehr über Mietkauf-Häuser?
Das Mietkaufmodell wird häufig von Immobilienmaklern als idealer Weg für junge Familien oder Selbstständige angepriesen, eine Immobilie (speziell eine Wohnimmobilie für den Eigenbedarf) ohne Eigenkapital oder Finanzierung durch eine Bank zu erwerben. Angebote dieser Art klingen verlockend, sind aber meist unseriös. Damit versuchen Immobilienverkäufer oft, Häuser und Wohnungen zu verkaufen, die sie auf andere Art und Weise nicht veräußern können, entweder, weil der Preis vollkommen überteuert ist oder weil andere Probleme existieren.
Der Mietkauf funktioniert nach folgendem Prinzip: Der Käufer erwirbt vom Verkäufer die Immobilie. Die Zahlung des Kaufpreises wird zunächst für eine bestimmte, vertraglich vereinbarte Frist gestundet. Während dieser Stundungsfrist zahlt der Käufer monatlich eine bestimmte Summe an den Verkäufer (Miete + Tilgung für den Kaufpreis). Falls zutreffend, muss der Käufer nach Ablauf der Vertragszeit den noch ausstehenden Kaufpreis zahlen. Erst dann geht die Immobilie rechtlich gesehen in seinen Besitz über. Bis dahin gehört sie dem Verkäufer und der Käufer wohnt lediglich zur Miete. Bei einer anderen Variante des Mietkaufs, dem Optionskauf, ist der Kunde nicht verpflichtet, später die Immobilie zu erwerben. Es besteht lediglich die Möglichkeit (Option), zu einem späteren Zeitpunkt die Immobilie zu erwerben.
Das Thema Mietkauf ist hochbrisant. Ausführliche Informationen dazu findet man dazu entweder im Internet oder bei den örtlichen Verbraucherzentralen. Beinahe alle Experten raten übereinstimmend vom Mietkauf ab, da die Nachteile die Vorteile bei Weitem überwiegen. Entsprechende Artikel kann man in den archivierten Online-Ausgaben großer Zeitschriften finden. Es genügt, das Stichwort “Mietkauf” bei einer Suchmaschine einzugeben. Die finanziellen Belastungen für den Käufer sind hoch, viel höher als bei der Finanzierung über ein Bankdarlehen oder eine Hypothek. Neben der Miete für das Objekt muss ja noch der Kaufpreis abgezahlt werden. Mietkäufer haben wenig Rechte aber viele Pflichten. Häufig muss der Mietkäufer sogar noch die Kosten für laufende Reparaturen und Instandhaltung selbst tragen.