Einen japanischen Garten anlegen

Einen japanischen Garten anlegenWer einen japanischen Garten anlegen möchte, braucht vor allem Fantasie und eine Liebe zum Detail. Der Ursprung der japanischen Gärten geht bis auf das Jahr Null zurück und beruht unter anderem auf dem Yin-Yang-Prinzip. Im Krieg um 1945 soll Kyoto allein wegen seiner schönen Gärten von Bomben verschont geblieben sein.

Traditionsgemäß wird ein japanischer Garten so angelegt, dass der Betrachter zahlreiche Entdeckungen machen kann und je nach Blickwinkel ein anderes Bild des Gartens sieht. Erreicht wird das durch Asymmetrie und die dezentrale Anordnung jeglicher Garten-Komponenten. Dies ist der Grundgedanke eines jeden japanischen Gartens. Denn alles Geometrische, Zentrale und Symmetrische ist laut der japanischen Sichtweise nicht naturgetreu und ermöglicht außerdem nicht die angestrebte Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven.

Sand, Kies und Steine sollen mit den Pflanzen ein harmonisches Gartenbild ergeben, welches die Seele berührt. Im Gegensatz zum Zweckdenken der Europäer, wo Gärten in Kräutergarten, Blumenbeet oder Sitzecke unterteilt sind, haben die einzelnen Gestaltungskomponenten im japanischen Garten immer tiefsinnige und oft mehrfache Bedeutungen. So kann in einem kleinen Bach beispielsweise die Vergänglichkeit des Lebens gesehen werden, in einem Granitfelsen Beständigkeit oder in den verschiedenen Abschnitten des Bambusstängels die Familie mit ihren Generationen. Idealerweise wird der Garten so angelegt, dass man vom Haus aus den schönsten Blick auf ihn hat. Alle weiteren Aussichtspunkte finden sich auf einer kleinen Brücke, in einer Granit-Pagode oder einer Steinbank. Holz als Baumaterial kommt sehr selten vor; eher Granit oder Marmor. Auch kleine Steinlaternen oder Springbrunnen aus Granit sind typische Garten-Dekorationen, die den japanischen Stil unterstreichen. Blühende Pflanzen wie Rosen oder sonstige hier einheimische Blühpflanzen finden weniger Verwendung und wirken eher fremd. Ruhe, Schönheit und Einfachheit der Farben sind Merkmale der östlichen Kultur und sollten sich im eigenen japanischen Garten widerspiegeln.




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